Das Buch gliedert sich in mehrere Bereiche, die geschickt miteinander verbunden werden. Der Transsexuelle Weg- Wie läuft die Geschlechtsangleichung von Frau zu Mann ab-, zieht sich wie ein roter Faden durch den ersten transromantischen Roman, der in Deutschland auf den Markt kommt. Eingebettet in die romantische Liebesgeschichte zwischen einem homosexuellen Assistenzarzt der Urologie, der SM-Spiele liebt, und einer Frau zu Mann transsexuellen Gymnasiallehrerin, die, während ihrer Unterrichtstätigkeit, den Weg in die Angleichung zum Mann geht, wird der Leser von einer faszinierenden Lebensgeschichte mitgerissen und in Welten entführt, die nur wenigen Menschen zugänglich sind. Die Protagonisten leben ihre sexuellen Gelüste im SM- Studio und auf dem Männerstrich aus. Sie tun es aber nicht auf Kosten anderer, sondern bleiben stets sich selbst und ihrem Beruf treu. Für Christian bedeutet das Ausleben seiner Stricherphantasien nicht nur die sexuelle Befriedigung seiner homosexuellen Neigungen, sondern auch einen großen Schritt in die Selbstfindung, der fast in einer Tragödie endet. Sicher, dem schrecklichen Erlebnis entkommen, fährt er gestärkt zur großen OP. In Berlin findet das in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebende Paar ein neues Zuhause und ihre besondere Berufung: Sie wollen Strichjungen eine Chance bieten, mittels Berufsausbildung den Ausstieg aus der Prostitution zu finden. Chris gelingt es mit Zustimmung der Polizei undercover in einem Kinderschänderring zu ermitteln und die Verbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen, mit lebensverändernden Folgen für ihn selbst. Im besonderen Zeugenschutzprogramm lernt er die Jugendstrafanstalt Plötzensee kennen und will nicht mehr an ein normales Gymnasium zurück. Die jungen Gefangenen, die dort ohne Zukunft und Perspektive einsitzen, bedürfen nun seiner ganzen Unterstützung. Erfahrung als Pflegeeltern sammelt das Ehepaar mit dem früheren Strichjungen Daniel, der dem Kinderschänderring dank Christian entkommen kann. Aber der Wunsch nach einem eigenen Kind, das Lukas und Christians Gene in sich trägt, wird groß, denn auch in einer Ehe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern können Kinder gedeihen. Wieder treffen beide auf ungelöste rechtliche Fragen. Zu Beginn ging es darum, ob Chris als Lehrer während der Geschlechtsangleichung weiter unterrichten durfte. Nun stellt sich das Problem der Leihmutterschaft, die in Deutschland nicht erlaubt ist und damit Chris jegliche Möglichkeit auf ein eigenes genetisches Kind, nimmt. Dieses Schicksal trennt ihn von den transsexuellen Frauen, die mit ihrem Samen ihre biologische Frau befruchten lassen können. Frau zu Mann Transsexuelle aber können nur vor der Angleichung noch als Frau "Mutter" werden, oder sie müssen das Risiko einer Schwangerschaft unter dem Einfluss von männlichen Hormonen eingehen, mit möglichen gesundheitlichen Folgen für ihr Kind. Eine Ungerechtigkeit? Oder politisch gewollt? Der Roman berührt alles: Lachen, Weinen, ernste Auseinandersetzungen, Wissen und Information. Und vor allem: Gute Unterhaltung.